Bagger in Tunnel

Tunnelsanierung /
Bauwerk­instandsetzung

In die Jahre gekommen. Der überwiegende Teil der schweizer Bahntunnel und viele Natursteinbauwerke sind älter als 100 Jahre. Viele weisen Schäden in Bezug auf die Tragfähigkeit oder die Gebrauchstauglichkeit auf und genügen den heutigen Sicherheits- und Profilanforderungen nicht mehr.

Unsere
Leistungen

  • Spritzbetonabdichtung
  • Mauerwerkssanierung
  • Injektionen
  • Fräsen, schneiden, bohren
  • Wasserableitungen
  • Verankerungen
  • Abdichtungen
  • Sondagen

Zusatz-
leistungen

  • Schienenfahrzeuge
  • Bauzüge
  • Schienenfahrzeugführer
  • Rangierbegleiter
  • Netzzugang

Ihre Ansprechpartner

Erfahrung ist entscheidend

Der Unterhalt und die Sanierung von Bahntunnel und Natursteinbauwerken erfordern spezifisches bautechnisches Know-how und besondere Kentnisse der Gefahren im Bahnbereich.

Dieses Wissen haben wir uns zusammen mit unseren Mitarbeitern in mehr als 25 Jahren aufgebaut.

Drei Bauarbeiter im Tunnel
Baustelle an Zuggleisen

Alles aus einer Hand

Egal ob nachts, Samstag und Sonntag – Wir sind in der ganzen Schweiz im Einsatz. Zu unserem Team gehören Instandsetzungsspezialisten, ausgebildete Sicherheitschef, Triebfahrzeugführer und Rangierbegleiter.

Für die Ausführung steht uns bewährtes, hoch spezialisiertes und grösstenteils selbstentwickeltes Inventar zur Verfügung. Dazu gehören neben grossflächigen Hebebühnen, Versorgungs-, Bohr-, Fräs- und Spritzbetoneinheiten auch Traktionsmittel, gleisgängige Geräte und Bauzüge.

Referenzen

Sanierung Stützmauer und Mauerkrone, Wald (ZH)

Projektbeschreibung
Sanierung Stützmauer und Mauerkrone Wald

Projektbeschrieb
Entlang der SBB-Linie 754 im Bereich Wald (ZH) wurden im Jahr 2020 diverse Mängel an drei verschiedenen Stützmauern festgestellt, welche beseitigt werden sollten, um die Einspurstrecke wieder sicher für den Bahnverkehr zu machen. Einige der Arbeiten umfassten das Sanieren der Mauerfugen, das Sichern der Stützmauern durch Verankerungen und das Entlasten durch Kernbohrungen, um Wasser hinter den Stützmauern abführen zu können. Ergänzt wurden die Arbeiten durch das Entfernen und Ersetzen der bestehenden Mauerkronen durch einen neuen Betonüberzug, welche stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Durchgeführt wurden die Arbeiten in Nachtintervallen.

Bauverfahren
Zuerst wurden alle Stützmauern mit Hochdruck gereinigt und vom Bewuchs und Schmutz befreit. Um die Fugen zu sanieren, wurde der alte und brüchige Fugenmörtel mit dem Spitzhammer entfernt und anschliessend mit neuem Trasszementmörtel ersetzt. Einige Übergänge der Stützmauern auf den umliegenden Hang wurden mit Hilfe von Spritzbetonüberzügen gesichert. Die Anker, welche zur Sicherung der ausgebauchten Stellen an den Stützmauern angebracht wurden, sind vorgängig mit einem Imlochhammer auf eine Tiefe von ca. 2.5 m gebohrt und anschliessend von Hand versetzt und mit einem Injektionsmörtel hinterfüllt und gesichert worden. Die Kernbohrungen wurden mit einem Durchmesser von 150 mm und einer Tiefer von ca. 50 cm bis 70 cm ausgeführt. 

Randbediengungen
Eine besondere Herausforderung stellte die Logistik dar, da die Bahnlinie mit einer Steigung von bis zu 35 %0 zu den Gebirgsstrecken der SBB gehört. Zudem ist eine der drei Stützmauern bis zu 20 m hoch, sodass entsprechende Hubgeräte mit zum Einsatz gebracht werden mussten. Auch war im Bereich der Stützmauern keine Installationsfläche verfügbar, sodass alles via Schienenlogistik ausgehend Bahnhof Wald angeliefert werden musste.

Erfolgsfaktoren
Die fretus ag konnte ihr Know-How im Bereich der Fugensanierung, Verankerung, Kernbohrungen, Spritzbeton sowie der Bahnlogistik erfolgreich anwenden. Besondere Anforderungen aus den Randbedingungen (starke Streckensteigung, schlechte Zugänglichkeit) konnten mit dem vorhandenen Inventar bewältigt werden.

Die rasche Auftragsvergabe und somit auch die Problemlösung waren nur durch die langjährige Zusammenarbeit und das dadurch aufgebaute Vertrauen möglich.

Kenndaten

  • Versetzte Anker: 30 Stk.
  • Injektionsmörtel: 1'200 kg
  • Fugenmörtel: 1'600 kg
  • Spritzbeton: 7'000 kg
  • Mörtel für Überzug Mauerkrone: 10'000 kg

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Juni 2022 bis Oktober 2022

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
SBB AG Infrastruktur &
Unterhalt Region Ost
Remisenstrasse 7
CH-8004 Zürich


Bauherr / Bauleitung
SBB AG Infrastruktur &
Unterhalt Region Ost
Remisenstrasse 7
CH-8004 Zürich



Tunnel Maroggia, Sanierung Ankerriegel

Projektbeschreibung
Tunnel Maroggia

Projektbeschrieb
Tunnel Maroggia war im Rahmen des 4 m-Korridors aufgeweitet worden. Dabei wurde das Gewölbe vorgängig auf einer Seite mit einem Ankerriegel gesichert. Entlang dieser Sicherung wurden nach der Aufweitung an diversen Stellen Wassereintritte beobachtet, welche teilweise direkt über der Deckenstromschiene lagen. Nach mehreren Kurzschlüssen infolge Tropfstellen entschied sich die SBB zur Durchführung von Notmassnahmen in Form von geklebten Wasserableitungen. Die fretus ag wurde direkt mit der Durchführung dieser Arbeiten beauftragt.

Bauverfahren 
Mit geklebten Abdichtungsbändern wurden die Wasserzutritte längs gefasst und über Anschlüsse an die bestehenden Ableitungen vertikal abgeleitet.

Randbedingungen
Die Ausführung musste in einseitigen Nachtintervallen ausgeführt werden, die Ausführung erfolgte ab einer Arbeitsbühne mit Schutzwand. Hebebühne und Schutzwand sind beweglich, werden aber elektronisch blockiert, um die Einhaltung des Lichtraumprofils des Nachbargleises zu gewährleisten.

Besonderheiten
Beginn der Ausführung Januar 2022
Die Anfrage durch die SBB erfolgte ca. 1.5 Monate zuvor.
Aufgrund der Dringlichkeit der Sanierung wurden die Arbeiten direkt vergeben.

Erfolgsfaktoren
Die fretus ag konnte ihr Know-How im Bereich der geklebten Abdichtungsbänder sowie der Bahnlogistik erfolgreich anwenden. Besondere Anforderungen aus den Randbedingungen (einseitige Sperren) konnten mit dem vorhandenen Inventar bewältigt werden.

Die rasche Auftragsvergabe und somit auch Problemlösung war nur durch die langjährige Zusammenarbeit und das dadurch aufgebaute Vertrauen möglich.

Kenndaten

  • Abdichtungsband: 775 m
  • Epoxidkleber: 2'600 kg

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Januar 2022 bis Juni 2022

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
F. Preisig AG
Hagenholzstrasse 83b
CH-8050 Zürich

Bauherr
SBB AG
Via Pedemonte 7
CH-6500 Bellinzona


Oberer Hauensteintunnel, Läufelfingen BL

Projektbeschreibung
Oberer Hauensteintunnel

Projektbeschrieb
Der obere Hauensteintunnel liegt auf der Strecke von Sissach nach Olten, auf dieser wurden im Frühjahr 2022 im Rahmen eines dreiwöchigen Clusters diverse Arbeiten durchgeführt. Die fretus ag wurde direkt durch die SBB mit der Ausführung von Sanierungsarbeiten beauftragt.

  • Schneiden von Gunit ohne Verbund (Hohlstellen), Sicherung der angrenzenden Gunitflächen mit eingeklebten INOX-Ankern
  • Rückverankerung Gewölbe und Spritzbetonschalen mit korrosionsbeständigen Ankern bis 4 m Länge
  • Wasserableitungen mit geklebten Abdichtungsbändern
  • Fugensanierungen mit sulfatbeständigem Spritzmörtel
  • Erstellen einer neuen Abstützung von Spritzbetonschalen mit netzbewehrtem, rückverankertem Spritzbeton

Bauverfahren
Sämtliche Arbeiten wurden mit schienengestützter Logistik ausgeführt. Nebst einem Bauzug kamen ein Zweiwegebagger und eine Zweiwegehebebühne zum Einsatz.

Randbediengungen
Die Ausführung erfolgte tagsüber während einer dreiwöchigen Totalsperre.

Besonderheiten
Aufgrund der angetroffenen Schadenbilder im Tunnel (grossflächige Thaumasitbildung, nahezu vollständiger Verlust von Verbund) musste im Laufe der Ausführung eine Repriorisierung von Massnahmen erfolgen. So mussten auf die Schnelle in Absprache mit der Bauherrschaft neue Massnahmen definiert werden, um die Spritzbetonschale im Portalbereich Läufelfingen ausreichend zu sichern. Es wurde hierzu eine neue Abstützung mit sulfatbeständigem Spritzbeton erstellt und die verbleibende Schale mit korrosionsbeständigen Ankern gesichert.

Erfolgsfaktoren
Die fretus ag konnte ihr Know-How im Bereich der Tunnelsanierung für den Auftraggeber gewinnbringend einbringen. Durch gute Kontakte zu Subunternehmer und Lieferanten war die rasche Projektumstellung erst möglich.

Die langjährige Zusammenarbeit und das dadurch aufgebaute Vertrauen ermöglichen unkomplizierte Lösungsfindung, abgestimmt auf das Objekt und mit Vorteil für die Bauherrschaft.

Kenndaten

  • Kurzanker: 300 St Kurzanker, INOX M16, L=50 cm
  • Spritzbeton/-mörtel: 9‘600 kg

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
März 2022 bis April 2022

Referenzpersonen / Bauherr

SBB AG
Rue de la Gare de triage 7
1020 Renens

 

Lärmsanierung LSW 7-9, Illnau-Effretikon

Projektbeschreibung
LWS Illnau Effretikon

Sanierung Lärmschutzwand aus Steinkörben

Die im Jahr 2013 erstellten Lärmschutzwände 7 bis 9, mit einer Gesamtlänge von 560 Metern entlang der Linie 751 in der Gemeinde Effretikon, genügten den Anforderungen der Schalldämmung nicht.
Das Lärmsanierungskonzept sah eine Verstärkung der Querschnittsfläche auf der gleisabgewanten Seite vor mit einer 4 cm starken Spritzbetonschicht, die mit Schaumglasschotter gefüllten Körben verkleidet wird.

Dies führte zu folgenden Massnahmen:

  • Fundamentverbreiterungen
  • Leitungsumlegung
  • Spritzbetonschale auf Steinkorb
  • Montage Steinkorbnetze
  • Verfüllen der Steinkörbe mit Schaumglasschotter
  • Terrainanpassungen

Die besonderen Herausforderungen bei der Instandsetzung waren:

  • Schutz der Bahnanlage und des Zugverkehrs während der Spritzbetonarbeiten
  • Arbeiten unter Betrieb

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
September 2019 bis Dezember 2019

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
EWP AG Effretikon
Bauing. und Planer
Rikonerstrasse 4
8307 Effretikon

Bauherr
SBB AG
Vulkanplatz 11
8048 Zürich

 

Sturzeneggtunnel

Projektbeschreibung
Sturzeneggtunnel

Gewölbeinstandsetzung, Ersatz Entwässerung und Sohle

Der Sturzeneggtunnel befindet sich auf der Linie St. Gallen – Herisau unmittelbar nach dem Sittertobelviadukt. Der 1910 erbaute Sturzeneggtunnel wurde letztmals 1989 instand gestellt. Der Tunnel wies einen allgemein schlechten Zustand auf, was eine Totalsanierung des Gewölbes und der Sohle erforderte. Außerdem erfüllte der Tunnel die Anforderung an das Lichtraumprofil EBV 2 nicht, weshalb die Sohlenlage korrigiert werden musste. Die fretus ag führte die Maßnahmen am Tunnelgewölbe aus.

Dies führte zu folgenden Maßnahmen:

  • HDW-Abtrag best. Spritzbeton Schalen und Reprofilierungen
  • HDW-Reinigung
  • Auftrag Vorabdichtung
  • Erstellung neues Gewölbe mit Nass-Spritzbeton
  • Erstellung neuer Gewölbeentwässerung

Die besonderen Herausforderungen bei der Instandsetzung waren:

  • Die Zufahrt zum Installationsplatz erfolgte über eine steile Baupiste
  • Der beengte Installationsplatz stellte große Herausforderungen an die Logistik
  • Ausführung erfolgte Pneugestützt

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
April 2019 bis Dezember 2019

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
INGE Sturzenegg
Schällibaum AG
Ebnatstrasse 143
9630 Wattwil

Bauherr
SOB AG
Stationsstrasse 52
8833 Samstagern

 

Loppertunnel

Projektbeschreibung
Loppertunnel

Gewölbesanierung, Ersatz Entwässerung und Sohle

Der Loppertunnel I ist ein eingleisiger Bahntunnel mit 1‘198 Metern Länge und liegt auf der Strecke zwischen Hergiswil und Alpnach. Das Portal Nord liegt unmittelbar am Bahnhof Hergiswil.
Der Tunnel hatte vereinzelt Tropfstellen am Gewölbe und lokal verwitterte Mauerwerksfugen.
Mit einer Teilsanierung wurde der Loppertunnel I für die nächsten 25 Jahre ertüchtigt.

Dies führte zu folgenden Maßnahmen:

  • Gewölbereinigung mittels Wasserhöchstdruck
  • Schrämarbeiten
  • Fugensanierung mit Spritzmörtel
  • Spritzbetonabdichtung im Scheitel als „Regenschirm“
  • Teilweise vollflächige Spritzbetonschale im Felsbereich
  • Wasserableitungen

Die besonderen Herausforderungen bei der Instandsetzung waren:

  • Arbeiten ab Bauzug
  • Extrem beengte Verhältnisse
  • Komplexe Lüftungssituation aufgrund der Tunnellänge
  • Besondere Anforderungen (Lärm und Staub) in Hergiswil

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Januar 2019 bis Mai 2019

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
F. Preisig AG
Bauing. und Planer
Hagenholzstrasse 83b
8050 Zürich

Bauherr
Zentralbahn AG
Bahnhofstrasse 23
6362 Stansstad

 

The Circle Flughafen Zürich

Projektbeschreibung
The Circle , Flughafen Zürich

Sicherungsmassnahmen, Flughafenbahnhof und Hagenholztunnel

«The Circle» ist eine Dienstleistungsdestination am Flughafen Zürich. In Gehdistanz zu den Terminals entsteht ein neuer, architektonisch prägnanter Gebäudekomplex mit vielfältigem Innenleben. In der Atmosphäre eines internationalen Geschäftsviertels entfaltet sich ab 2018 ein Ort für Business und Lifestyle.
Die Erstellung des Grossprojekts Circle hat Auswirkungen auf die darunter liegenden Objekte Hagenholztunnel und Bahnhof Flughafen der SBB. Die Bahnbetriebssicherheit muss jederzeit sichergestellt sein. Um die dauernde Dichtigkeit des Bauwerks, trotz Veränderung der Hydrologie während der Bauzeit, zu garantieren sind umfangreiche Sicherheitsmassnahmen erforderlich.
Die fretus AG berät den Projektverfasser in Bezug auf Bauablauf und Bahnlogistik. Für die Ausführung wir eine LastMile-Lok eingesetzt, welche mit Netzzugang ab Bahnhof Seebach direkt in den Tunnel fährt (elektrischer Antrieb). Im Baustellenbereich erzeugt die Lok mit einem Dieselgenerator die für die Verschiebungen notwendige Energie.
Die fretus ag führt die Abdichtung der Dilatationsfugen aus und sichert das Gewölbe mit einem Schutznetz.


Rückbau der Sicherungsmassnahmen Flughafenbahnhof und Hagenholztunnel

Im 2019 war der Hochbau soweit fertiggestellt, sodass diese temporären Schutzmaßnahmen wieder zurückgebaut werden konnten.

Leistung der fretus ag:

  • Stellen der Bahnlogistik für die Gerüstarbeiten und den Rückbau der Schutzmassnahmen
  • Zurückschneiden der Montageanker und vermörteln der Löcher
  • Rückbau Schutznetz am Gewölbe des Hagenholztunnel
  • Rückbau der provisorischen Entwässerungsanlage

Die besonderen Herausforderungen im Projekt waren:

  • Koordination der Arbeiten mit den Baubeteiligten
  • Zufahrt vom Bahnhof Kloten bis in den Flughafen im nicht gesperrten Gleis

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Etappe 1: Juni 2015 bis Feb. 2016
Etappe 2: Aug. 2019 bis Nov. 2019

Referenzpersonen / Bauherr

HRS Real Estate AG
Siewerdtstrasse
8050 Zürich

Projektverfasser
F. Preisig AG
Bauing. und Planer
Hagenholzstrasse 83b
8050 Zürich

 

Mühleggbahntunnel St. Gallen

Projektbeschreibung
Muehleggbahntunnel

Gewölbeinstandsetzung, Ersatz Entwässerung und Sohle

Die Mühleggbahn verbindet als Standseilbahn die Altsadt von St. Gallen mit dem Ortsteil St. Georgen. Hierbei führt nahezu die gesamte Streckenlänge (270m von 320m) durch den Mühleggbahntunnel.

Eindringendes Wasser, schlechte Fugen, teilweise Profileinragungen und eine mangelhafte Entwässerung erforderten eine umfassende Sanierung des Tunnelgewölbes und der Tunnelsohle.

Dies führte zu folgenden Maßnahmen:

  • Gewölbereinigung mittels Wasserhöchstdruck
  • Fugensanierung mit Spritzmörtel
  • Mauerwerkersatz
  • Spritzbetonabdichtung
  • Wasserableitungen
  • Ersatz Sohlenentwässerung
  • Ersatz Tunnelsohle

Die besonderen Herausforderungen bei der Instandsetzung waren:

  • Längsgefälle von 22%
  • Extrem beengte Zugänglichkeit durch Berg- bzw. Talstation
  • Besondere Anforderungen (Lärm und Staub) mitten in der Stadt
  • Ausführung als TU-Projekt

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
März 2018 bis August 2018

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
F. Preisig AG
Bauing. und Planer
Hagenholzstrasse 83b
8050 Zürich

Bauherr
Mühleggbahn AG
Steinacherstrasse 42
9000 St. Gallen

 

Instandhaltung Tunnel RhB 2018

Projektbeschreibung
Tubbel Rhb 2018

Lokale Instandhaltung des Tunnelmauerwerks in 4 Tunnels

Auf der Strecke Ilanz – Disentis und Chur Arosa wurden bei insgesamt 3 eingleisige Bahntunnel, das Tunnelgewölbe saniert. Die Sanierung erfolgte ausschließlich schienengebunden ab Bauzug in Nachtsperrungen. Die Zugänglichkeit der Tunnels war aus topographischen Gründen äußerst schwierig und zum Teil ausschließlich schienengebunden möglich.

Hauptarbeiten:

  • 60 m2 Mauerwerksersatz
  • 2'500 m2 Mörtelabtrag / Gewölbereinigung mit Höchstdruckwasserstrahlen 2500 bar
  • Rückverankerungen von zwei Tunnelportalen
  • 2'500 m2 Fugensanierung / Qualitätsspritzbetondünnschale
  • 950 m1 Wasserableitungen / E-Bohrungen / Enkadrain / Combiflex
  • Partielle Neumauerung der Portalmauer

Besondere Anforderungen:

  • Arbeiten ausschließlich nachts ab Bauzug
  • Einsatz Bauzug bei bis zu 60 ‰
  • Abtrag bestehender Spritzbetonabdichtung ohne Beeinträchtigung des bestehenden Gewölbes
  • Qualitativ äußerst anspruchsvolle Spritzbetondünnschale faserarmiert

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Mai 2018 bis November 2018

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
F. Preisig AG
Sägenstrasse 4
7000 Chur

Rhätische Bahn
Infrastruktur/ Kunstbauten
Bahnhofstrasse 25
7002 Chur

 

Chiasso Ranzo, Balernatunnel

Projektbeschreibung
Innenansicht Tunnel

Abdichtungsmassnahmen, Spritzbetondünnschale

Mit der Eröffnung der beiden Basistunnel durch den Gotthard (2016) und den Ceneri (2020) ist die Schweiz dem Ziel, den alpenquerenden Güterverkehr auf die Schiene zu verlagern, ein grosses Stück näher gerückt. Um das Potenzial der neuen Tunnel weiter zu steigern, baut die SBB im Auftrag des Bundes die Gotthardachse für den Schienentransport von Sattelaufliegern und Containern mit 4 Metern Eckhöhe aus.

Teil dieses Projekts sind Massnahmen im Balernatunnel, welcher die logistisch wichtige Zufahrt zum Rangierbahnhof Chiasso aus Richtung Nord sicherstellt.

Im Rahmen einer äusserst kurz gehaltenen Totalsperre führen wir für die SBB im Auftrag des Hauptauftragnehmers die Gewölbesanierung aus

Hauptarbeiten:

  • Untergrundvorbereitung
  • Spritzbetonvorabdichtung
  • Abdichtungsmembrane (MasterSeal 345)
  • Spritzbetondünnschale
  • Abdichtung von Ringfugen
  • Nischenabdichtung Ausräumen Trog

In nur 20 Tagen wurden nahezu 9'000 m2 Gewölbe saniert.

Besondere Anforderungen:
Die qualitativ äusserst anspruchsvolle Dünnschale wurde mit Kunststofffasern armiert. Die fretus ag hat dabei in der Arbeitsvorbereitungsphase den Bauherrn bei der Wahl der optimalen Faser mit Vorversuchen und beratend unterstützt.

Nur mit leistungsfähigen und erprobten Bauabläufen, Geräten und erfahrenem Personal konnten die innovativen Lösungen in der kurzen Totalsperre erfolgreich ausgeführt werden.

Die fretus ag berät den Bauherrn in Bezug auf Bauablauf und Logistik.

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Juli 2016 bis August 2016

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
Amberg Engineering AG
Trockenloostrasse 21
Postfach
8105 Regensdorf-Watt

Bauherr
SBB AG
Infrastruktur Projekte
Nord-Süd Achse Gotthard

 

Neckerdurchlass

Projektbeschreibung
Neckerdurchlass Sanierung Mauerwerk

Arbeiten 
Der Neckerdurchlass befindet sich angrenzend an den Bahnhof Brunnadern-Neckertal in Richtung Mogelsberg und wurde zwischen 1904 und 1910 erstellt. Er unterquert die Dorfstrasse (Kantonsstrasse Nr. 30) und das parallel verlaufende Bahntrasse der SOB.

Der Durchlass hat eine Länge von rund 39 m und eine lichte Weite von 15 m (Innenradius = 7.50 m). Die Stirnseiten des Durchlasses (inkl. Bogen), sowie die Flügelmauern sind mit einer Steinverkleidung (Rollschar) ausgebildet. Gleiches gilt für die Innenseite des Durchlasses von OK Fundament bis ca. 3 m Höhe. Der restliche Bogen wurde mit Stampfbeton ausgebildet.

Am Bauwerk wurden schonende Instandsetzungsmassnahmen ausgeführt um die Gebrauchstauglichkeit weiterhin zu sichern.

  
Bauverfahren
Im Fluss wurde einseitig eine Baupiste geschüttet. Das kanalisierte Gewässer wurde überwacht, im Hochwasserfall musste die Baustelle geräumt werden.

Die Arbeiten im Gewölbe wurden ab einer Raupenarbeitsbühne ausgeführt. Im Stampfebetongewölbe erfolgte ein Abtrag von geschädigtem und losen Beton, beschädigte Stellen wurden mit einem Reprofiliermörtel R4 repariert. Bei grösseren Ausbrüchen wurde ein Sanierspritzbeton zur Verfüllung angewendet.

Die Mauerwerksflächen wurden mittels HDW gereinigt und anschliessend neu verfugt.

Die Lehnenkonstruktion der über dem Durchlass verlaufenden Kantonsstrasse wurde angepasst, das Randbord wurde abgetragen und neu betoniert, die Fahrbahnplatte wurde mit einem Aufbeton verstärkt.
 
 
Randbedingungen
Die Ausführung im Gewässer stellte eine besondere Herausforderung dar. Der Necker weist ein steiles Einzugsgebiet auf, der Wasserspiegel reagiert entsprechend rasch auf Niederschläge. Ein entsprechend angepasstes Sicherheitskonzept musste beachtet werden.
 
Umweltschutz
Konzepte zur Verhinderung von Gewässerverschmutzung (Trübung, Zement)
Konzepte in Absprache mit Fischereiaufsicht.


Erfolgsfaktoren
Die fretus ag konnte ihr Know-How in den Bereichen Betoninstandsetzung und Mauerwerkinstandsetzung zum Vorteil des Auftraggebers einbringen.


Hauptmengen

  • Fugenmörtel 2 t
  • Sanierspritzbeton 2 t
  • Reprofiliermörtel 1.5 t

Projektdaten

Ausführungszeitraum:
Juli 2021 bis August 2021

Referenzpersonen / Bauherr

Projektverfasser
Schällibaum AG
Ebnaterstrasse 143
9630 Wattwill

Bauherr
Tiefbauamt Kanton St. Gallen
Lämmlisbrunnenstrasse 54
9001 St. Gallen