Injektionen / Verfüllungen Referenzen
Weissensteintunnel, Oberdorf/Gänsbrunnen
Der Weissensteintunnel ist ein 3701 m langer, einspuriger Eisenbahntunnel an der Bahnstrecke Solothurn–Moutier, der von der ehemaligen Solothurn-Münster-Bahn erbaut wurde. Er unterquert den 1395 m hohen Weissenstein als einen Juradurchstich.
Im gesamten Tunnel wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten ausgeführt. Diese beinhalteten neben dem Gewölbeabbruch und der Neumauerung auch die Fahrbahnerneuerung. Die Fa. Fretus hat hier zusammen mit der Fa. Porr AG eine ARGE gebildet und die Injektionsarbeiten für die neu zu erstellenden Tragwerksnischen ausgeführt.
Die Arbeiten wurden in einer Totalsperre ausgeführt.
Besonderheiten
Aufgrund der ausgebauten Gleise, musste ein Grossteil der Injektionsarbeiten mit Schrittbagger und Raupenhebebühne auf dem Gleisschotter ausgeführt werden. Speziell die Materialversorgung mit Injektionsmörtel im Tunnel war eine besondere Herausforderung.
Erfolgsfaktoren
- Gute Arbeitsvorbereitung
- Sicherheits- und Gesundheitsschutzkonzept mit konsequenter Umsetzung, keine Arbeitsunfälle
- Partnerschaftliche Herangehensweise mit ARGE, Lösungen im Sinne des Projekts gesucht und umgesetzt
- Logistik ab Gleis und ab Gleissschotter
- Know-how im Bereich Injektion
Kenndaten
Injektionsmörtel: ca, 250to. Trockengemisch
Injektionsbohrungen: ca. 1'900 Stk.
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
Frühjahr/Sommer 2024
Referenzpersonen / Bauherr
Projektverfasser
BLS
Arosertunnel, Arosa GR
Arbeiten
Der Arosertunnel der Rhätischen Bahn wird komplett erneuert. Der bestehende Tunnel soll im Schutze eines Rohrschirmvortriebs ausgeweitet werden. Unterhalb des untersten Rohrschirmrohrs ist aus geometrischen Gründen eine andere Sicherung erforderlich. Aus diesem Grund wurde eine systematische Injektionskampagne zur Verfestigung des Baugrunds in diesem Bereich durchgeführt. Die fretus ag wurde mit diesen Arbeiten beauftragt.
Ebenfalls wurde in einem Bereich mit äusserst geringer Überdeckung und bestehender Bebauung direkt über dem Tunnel eine systematische Verfestigung des Baugrunds im Nahbereich des Tunnels (Kalotteninjektion) durchgeführt.
Alle Arbeiten erfolgten in Nachtsperren ab Bauzug. Die Injektionen erfolgtem aufgrund des feinkörnigen Baugrunds mit kolloidalem Silika welches über Manschettenrohre verpresst wurde.
Bauverfahren
Alle Bohrungen wurden mit Imlochhammer ausgeführt. Die Manschettenrohre (HDPE, Manschettenabstand 33 cm) wurden mit Zement ummantelt.
Die Bohrungen wurden im Bereich des Widerlagers mit selbstfahrenden Bohrraupen ausgeführt. Durch eine speziell angefertigte Lafette konnte die gesamte Länge in einem Hub abgebohrt werden ohne dass eine Verlängerung des Bohrgestänges erforderlich wurde.
Im Bereich der Kalotte wurden die Bohrungen mit einem auf einem Bahnwagen aufgebauten Bohrbagger durchgeführt.
Die Injektionen erfolgten mit computergesteurten Injektionspumpen. Die Injektionsdrücke waren aufgrund der geringen Überdeckung auf ca. 10 bar begrenzt. Die Manschettenrohre wurden mit Doppelpacker beaufschlagt.
Randbediengungen
Die Ausführung erfolgte in Nachtsperren ab Bauzug. Der Tunnel musste jeweils am Morgen geräumt wieder für den Bahnbetrieb freigegeben werden. Der Tunnel weist mit 6 % eine grosse Längsneigung auf. Alle Wagen mussten gegen Entlaufen gesichert werden.
Die Ausführung erfolgte in bewohntem Gebiet (unter bewohnten Gebäuden).
Die Tunnelentwässerung des bestehenden Bahntunnels führt direkt in ein Oberflächengewässer. Eine Gewässerschutzanlage mit Absetzbecken und Neutralisation war deshalb erforderlich.
Geologie
Der Arosertunnel verläuft über die gesamte Länge in der Sackungsmasse und in der Moräne. Sie bestehen beide aus stark zerbrochenen Felspaketen der Aroser-Schuppenzone. In der Sackungsmasse werden keine zusammenhängende Felspakete erwartet. Die Felspakete selbst bestehen aus Dolomit, Serpentinit, Radiolarit und Kristallin.
Die Moräne ist dicht gelagert, Klassifikation nach USCS: GC-GM. Das Sackungsmaterial ist mitteldicht gelagert, Klassifikation nach USCS: GM. Beide Bereiche weisen einen hohen Gehalt an Feinkorn auf (zwischen 20 und 40 % kleiner 0.063 mm).
Im Baugrund zirkuliert Hangwasser, über die Länge des Tunnels wechseln sich trockene und feuchte Bereiche ab.
Besonderheiten
Die Ausführung erfolgte unter hohem Zeitdruck. Der Endtermin der Vorarbeiten war zugleich der Starttermin für das Hauptlos (Tunnelvortrieb). Die Termineinhaltung hatte deshalb höchste Priorität.
Für die Injektion in der Kalotte waren Bohrungen knapp unter die Bodenplatte eines bestehenden Gebäudes sowie in die Nähe von bestehenden Werkleitungen auszuführen. Die Bohrungen wurden aufgrund eines 3D-Modells geplant. In der Ausführung musste von Bohrung zu Bohrung die Bohrtiefe angepasst werden.
Während den Injektionen in diesem Bereich kam ein Wächter zum Einsatz, der bei Injektionsaustritt in den Keller per Funk die Arbeiten einstellen konnte.
Die Kantonsstrasse von Chur nach Arosa ist mit einer Gewichtseinschränkung versehen. Die Versorgung der Baustelle mit Injektionsmaterial musste deshalb mit einigem Vorlauf geplant werden. Während der Hauptarbeiten fuhren jeden Tag bis zu drei LKW beladen mit Injektionsmaterial nach Arosa.
Erfolgsfaktoren
Die fretus ag konnte im Arosertunnel ihr Know-How in den Bereichen Bohrungen, Injektionen, schienengestützte Logistik und Sondierbohrungen zum Vorteil des Auftraggebers einbringen.
Während den Arbeiten festgestellte Austritte aus Gewölbefugen konnten durch das vorhandene Know-how im Bereich Tunnelsanierung abgedichtet werden.
Diese Leistungen konnte die fretus ag komplett aus einer Hand ausführen. Die Allroundfähigkeit unserer Mitarbeiter, welche sowohl Injektionen wie auch Tunnelsanierungen und Bohrarbeiten kennen und können, war wohl der wichtigste Erfolgsfaktor.
Kenndaten
Bohrmeter: 12'500m
Verpressmenge:
- 800 m³ kolloidales Silika (Verfestigung Baugrund)
- 290 t Zement (Verfüllung Gewölbespalt)
Sondierbogrungen: 60m Überprüfung des Injektionserfolgs
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
April - September 2020
Referenzpersonen / Bauherr
Projektverfasser
F. Preisig AG
Grünhaldenstrasse 6
CH-8050 Zürich
Auftraggeber
Rhätische Bahn AG
Infrastruktur Kunstbauten
Bahnhofstrasse 25
CH-7001 Chur
Kraftwerk Nant de Drance
Abschottungs-, Kontakt- und Konsolidierungsinjektionen
Das Kraft- und Pumpspeicherwerk Nant de Drance vereint einzigartige Spitzentechnologie . Sechs Pumpturbinen neuester Generation können innerhalb weniger Minuten entweder eine Leistung von 900 MW Strom ins Netz einzuspeisen oder mit 900 MW hochzupumpen.
Im Werk mussten
ausgeführt werden.
Besondere Anforderungen:
- Technisch äusserst anspruchsvolle Injektionen
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
2014 bis 2018
Referenzpersonen / Bauherr
GMI
Groupemment Marti Implenia
Le Châtelard
1925 Finhaut
Basel Roche
Verfüllung
Im Auftrag der Fa. Erne Laufenburg wurden zwei Geschosse eines Betriebsgebäudes der Firma Roche in Basel mit Spezialbindemitteln geringer Festigkeit verfüllt.
Besondere Anforderungen:
- 1300 m3 Verfüllvolumen
- Leistung ca. 150 m3/Schicht
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
2017
Referenzpersonen / Bauherr
ERNE AG Bauunternehmung
Baslerstrasse 5
5080 Laufenburg
Kraftwerk Schils, Flums
Sanierung Triebwasserweg
Im Rahmen der Konzessionserneuerung bringt die EW Schils AG die Kraftwerkanlage auf den aktuellen Stand der Technik.
Für die Sanierung der Triebwasserwege mussten Niederbrüche ausgeräumt und Felspartien gesichert werden. Dafür wurden Felspartien mittels Ankern gesichert und mit Spritzbeton gesichert werden
Die Freispiegelstollen werden teilweise neu als Druckstollen genutzt. Dazu mussten Firstinjektionen hinter der aktuellen Verkleidung ausgeführt werden.
In den Portalbereichen wurden umfangreiche Injektionsarbeiten ausgeführt um Wasserumläufigkeiten zu unterbinden.
Die Arbeiten erfolgten mehrschichtig in engen Platzverhältnissen.
Aufgrund der langen Anfahrtswege zu den Arbeitsstellen und der komplexen Situation im Stollen war eine exakte und minutiöse Planung der Arbeiten erforderlich.
Nur mit leistungsfähigen und erprobten Bauabläufen, Geräten und erfahrenem Personal konnten die Arbeitszeiten optimal genutzt werden.
Die fretus AG beriet darüber hinaus den Bauherrn bei der Optimierung von Bauabläufen und Baulogistik.
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
Sept. 2015 bis Mai 2016
Referenzpersonen / Bauherr
EW Schils AG
Bergstrasse 33
8890 Flums
Bever, Neubau Albulatunnel
Injektionskampagnen Lockergesteinsverfestigungen
Für die Unterquerung eines Bachbettes mussten Lockergesteinsschichten verfestigt werden, Hierfür wurden Rohrschirme gebohrt und mit 2K - Injektionsstoffen verpresst.
Besondere Anforderungen:
- Kurze Interventionszeit
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
2016
Referenzpersonen / Bauherr
Arge Neubau Albulatunnel II
NAT II
7502 Bever
Wolftunnel, Basel
Injektionen/ Rohrschirm
Der Wolftunnel ist ein innerstädtischer, doppelspuriger Tunnel, dessen Gewölbe instand gesetzt werden musste.
Die Arbeiten erfolgten im Zweischichtbetrieb mit einseitigen Totalsperren.
Hauptarbeiten:
- Sicherung Injektionen/ Rohrschirm
Besondere Anforderungen:
- Arbeiten nachts unter Betrieb mit Bauzug Fretus
- Gesamte Logistik auf Gleis durch fretus
Projektdaten
Ausführungszeitraum:
Januar bis Juli 2017
Referenzpersonen / Bauherr
Projektverfasser
F. Preisig AG
Bauing. und Planer
Grünhaldenstrasse 6
8050 Zürich
Bauherr
SBB AG
Infrastrukturanlagen Projekte Olten
Region Mitte
Kraftwerk Windisch
Abdichtungsinjektionen
Notmassnahme nach Wassereinbruch bei Bauarbeiten im Unterwasserbereich/ Krümmer
Besondere Anforderungen:
- PU Abdichtungsinjektionen bei starkem Wasserandrang (100 l/min.) unter Druck
Projektdaten
Ausführungszeitraum
2016
Referenzpersonen / Bauherr
Birchmeier Bauunternehmung
Gewerbestrasse 21
5312 Döttingen
Tunnel Neuhaus
Der Tunnel Neuhaus liegt auf der Strecke Mogelsberg – Brunnadern-Neckertal. Die Instandsetzung des Objektes erfolgt im Rahmen des SOB Clusters 2015. Die Ausführung erfolgte teilweise schienengängig in Nachtintervallen und während einer Totalsperre im Durchlaufbetrieb.
Hauptarbeiten:
- 580 Stk. Injektionsbohrungen / 100 Grpstd. Injektionen
Besondere Anforderungen:
- Logistische Herausforderung, da eingeschränkte Zugänglichkeit
- Koordination der gleichzeitig ausgeführten Nachbarbaustellen
- Arbeiten nachts in bewohntem Gebiet
- Hohe Umweltanforderungen
- Injektionen (Gewölbekonsolidation) bei geringer Überdeckung
Projektdaten
Ausführungszeitraum
April bis Juli 2015
Referenzpersonen / Bauherr
Projektverfasser
Amberg Engineering AG
Trockenloostrasse 21
Postfach
8105 Regensdorf-Watt
Bauherr
Schweizerische Südostbahn AG
Stationsstrasse 52
8833 Samstagern
Tunnel Russen
Gewölbeinjektionen SOB Cluster 2015
Der Tunnel Russen liegt auf der Strecke Mogelsberg – Brunnadern-Neckertal. Die Instandsetzung des Objektes erfolgt im Rahmen des SOB Clusters 2015. Die Ausführung erfolgte teilweise schienengängig in Nachtintervallen und während einer Totalsperre im Durchlaufbetrieb.
Hauptarbeiten:
- 600 Stk. Injektionsbohrungen / 120 Grpstd. Injektionen
Besondere Anforderungen:
- Logistische Herausforderung, da eingeschränkte Zugänglichkeit
- Koordination der gleichzeitig ausgeführten Nachbarbaustellen
- Arbeiten nachts in bewohntem Gebiet
- Hohe Umweltanforderungen
- Injektionen (Gewölbekonsolidation) bei geringer Überdeckung
- Abtrag Spritzbetonschale ohne Beeinträchtigung besteh. Gewölbe
- Qualitätsspritzbetondünnschale faserarmiert
- Drainieren Gewölbe bei teilweise massivem Wasserandrang
Projektdaten
Ausführungszeitraum
April bis Juli 2015
Referenzpersonen / Bauherr
Projektverfasser
Amberg Engineering AG
Trockenloostrasse 21
Postfach
8105 Regensdorf-Watt
Bauherr
Schweizerische Südostbahn AG
Stationsstrasse 52
8833 Samstagern

